Bericht der TZvom 9.11.2011
| Der Pfadfindertag des Stammes Königstein der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) hat viele liebgewonnene Traditionen. Unter anderem gehörte es in den vergangenen Jahren fest mit zum Programm, dass die Jugendlichen ihr Lager schon am Tag vor der eigentlichen Veranstaltung aufbauen und ein kleiner Trupp als Wache in der Jurte die Nacht verbringt.
Aber da die Pfadfinder im vergangenen Jahr mitten in der Nacht von Jugendlichen überfallen worden waren (wir berichteten), wurde in diesmal auf die Übernachtung im Park verzichtet. "Die Sicherheit unserer Leute geht natürlich vor", erklärte Vorstandsvorsitzende Jutta Schultejans. Doch ein Sicherheitsdienst, der die Gruppe die ganze Nacht bewacht, wäre zu teuer gewesen und die zunächst angedachte Lösung, dass der ganze Stamm – immerhin rund 80 Leute – in der Anlage übernachtet, sei logistisch zu aufwendig gewesen. |
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Also wurden Zelte und Equipment erst kurz vor der Veranstaltung aufgebaut – und dafür ein absolut friedliches und einfach nur schönes Fest in der Mitte Königsteins gefeiert. Zum Auftakt, dem vom Stamm mitgestalteten Gottesdienst in St. Marien, sangen die Jugendlichen ihr "Lagerlied", das während einer Freizeit entstanden war. Für alle der sieben Tage Aufenthalt gab es zu einem bekannten Kirchenlied jeweils eine Strophe.
Suppe heiß begehrtNach dem geistlichen, kümmerten sich die Pfadfinder um das leibliche Wohl ihrer Gäste – Kartoffelsuppe mit Würstchen gab es in die Konrad-Adenauer-Anlage. Dieses heiß geliebte Gericht wurde wieder bei den Kleingärtnern von Musa Dere vorbereitet. "Herr Dere würde ja gerne auch mal etwas anderes für uns kochen. Aber seine Kartoffelsuppe ist so beliebt, dass sie immer wieder verlangt wird", lacht Schultejans. Satt geworden, konnten sich die kleineren Besucher ganz den Kinderspielen widmen, die die Pfadfinder vorbereitet hatten. Die Schokokuss-Schleuder war dabei ebenso umlagert wie die Wasserflaschen-Rakete, eine halb mit Wasser gefüllte Plastikflasche. Diese wurde durch Druck in die Luft geschossen – und kam sanft auf dem Boden auf. "Die ist natürlich ganz ungefährlich", beruhigt Vorstandsmitglied Martin Gerock. Wer ungünstig stand, wurde natürlich etwas nass – das Wasser sorgte beim Raketenflug für den Rückstoß –, aber das war ja der Sinn des lustigen Spiels. Auch der Königsteiner "Magier" Don Futschikato, alias Dr. Dieter Arnold zeigte sein Können. Mit schwebendem Tisch, nie leer werdendem Wasserkrug und Bändern, die eben noch auseinandergeschnitten waren und jetzt aber doch wieder in einem Stück sind, begeisterte er seine Zuschauer. Die Leiterin der Königsteiner Pfadfinder war sehr zufrieden mit dieser gelungenen Gesamtveranstaltung. "Der Pfadfindertag ist für uns so etwas wie ein Tag der offenen Tür. Damit wollen wir uns der Öffentlichkeit präsentieren und zeigen, was wir den Kindern und Jugendlichen so alles anbieten. Und natürlich dient dieser Tag auch als ungezwungenes Treffen für alle Ehemaligen und Freunde der Pfadfinder", erläutert Schultejans, die sich mit ihrem Leitungsteam sehr über den regen Besuch freute. Die Pfadfinder freuen sich über Verstärkung. Weitere Informationen über den Stamm und die Kontaktdaten gibt es im Internet unter http://www.dpsg-koenigstein.de .
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